Die Gründungslegende von Lluc erzählt von einem maurischen Hirtenjungen namens Lluc (katalanisch für „Lukas“), dessen Eltern zum Christentum konvertiert waren. Dieser soll kurz nach der christlichen Rückeroberung Mallorcas im Jahr 1229 an einem Samstagnachmittag zwischen den Felsen am Ufer des Baches hinter der heutigen Sakristei des Santuari de Lluc die dort verehrte dunkle Marienstatue der Mare de Déu de Lluc („Gottesmutter von Lluc“) gefunden haben. Die Figur wurde noch am selben Tag in die Pfarrkirche von Escorca, die Kapelle Sant Pere d’Escorca, gebracht.

Als die Bewohner der Region am nächsten Morgen zusammen kamen, um die Madonnenstatue zu verehren, war sie jedoch verschwunden. Man entdeckte sie an der Stelle ihres ursprünglichen Fundortes am Bachufer und brachte sie erneut zur Kapelle von Escorca. Am nächsten Tag wiederholte sich der Vorfall, worauf sich der Pfarrer von Escorca entschloss, dem Standbild der Gottesmutter Maria an besagtem Fundort eine kleine Kapelle zu errichten, das Santuari de Santa Maria de Lluc, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, die Mare de Déu de Lluc hier zu verehren.

Traditionell am ersten Samstag im August, in diesem Jahr ist dies der 3. August, pilgern viele gläubige Menschen zum Kloster Lluc in der Serra de Tramuntana.

Die Veranstalter der Wallfahrt Marcha des Güell a Lluc a peu erwarten in der Regel mehr als 15.000 Teilnehmer für den 48 Kilometer langen Fußmarsch zu später Stunde von Palma de Mallorca zum Kloster Lluc. Die Pilgerwanderung beginnt um 23 Uhr auf der Placa des Güell in Palma de Mallorca.

Der einzigartige Nachtmarsch, Marcha des Güell a Lluc a peu, ist einer der großen mallorquinischen Sommerzusammenkünfte. Tausende Menschen kommen zudem aus ganz Spanien nach Mallorca, um sich der Wallfahrt anzuschliessen.

Initiator des 1975 Jahren ins Leben gerufenen Marcha des Güell a Lluc a peu ist der in Palma de Mallorca lebende Gastronom Tolo Güell. Er beschloss damals zum Kloster Lluc aufzusteigen, da er der Schutzheiligen von Mallorca, der Schwarzen Madonna von Lluc, danken wollte.

Tolo Güell war davon überzeugt, dass die Schwarze Madonna die schützende Hand über seine Tochter hielt, als diese 1974 nach der Expolision eines mit Kohlensäuregas gefüllten Sahnesyffons in seinem Lokal nahezu unverletzt blieb.

Weitere Infos über die Wallfahrt Marcha des Güell a Lluc a peu erhalten Interessierte unter www.desguellallucapeu.es.

Quelle und Foto: wikipedia